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Sophie-Charlott Hempel ist die neue Weltmeisterin    - Gratulation  -

Vom 8.-12. August 2022 fanden in Paris die 27. Linkshand Golfweltmeisterschaften statt. Die NALG-Germany war mit 19 Spielern in 4 Disziplinen (Open, Ladies, Senioren und Super-Senioren 70+) am Start. An 4 Tagen kämpften rund 150 Spieler auf den Plätzen Golf de Courson, Golf int.de Roissy, Golf de Saint-Cloud und Golf du RCF La Boulie bei extremer Hitze und Trockenheit um den Sieg. Bei den Ladies starteten 33 Spielerinnen in 2 Gruppen. Unsere Sophie-Charlott Hempel (1.GC Westpfalz)wurde souverän mit 301 Schlägen Weltmeisterin gefolgt von der Französin Marie-France Larousse mit 322 Schlägen und unserer Celina Richter (GP Wilkendorf) mit 328 Schlägen.In der Open-Klasse erreichte Cristopher Hintz (GC Kallin), trotz Knieverletzung, einen hervorragenden 3. Platz, Jürgen Stümpfl (Deggendorfer GC)erreichte den 9. Platz. Leider fiel noch am 4. Tag unser Nachwuchsspieler Lukas Kahra (Deggendorfer GC) wegen gesundheitlichen Problemen aus. Damit mussten wir unsere Hoffnung auf den Mannschaftstitel (Doug Crosby Trophy) begraben, wir erreichten am Ende einen sehr guten 2. Platz. Bei den Senioren gingen 41 Spieler an den Start, das beste Ergebnis erzielte Christian Fust (GC Burg Zievel)mit 361 Schlägen und landete damit auf Platz 9. Besser lief es bei den 27 gestarteten Super-Senioren. Josef Langenberger (GC Eschenried) sicherte sich mit 346 Schlägen den beachtlichen 4. Platz. 

Alle Informationen zum Turnier, Ergebnisse, Bilder sowie einen Kurzfilm finden Sie unter:                  WALG-Paris 2022

 

 Im Anschluss finden Sie einen Erfahrungsbericht eines Turnierneulings:

 

Erfahrungsbericht von Leftie Joachim Prahst, Celle 

Vier Tage Golf auf vier außergewöhnlichen Golfplätzen im Pariser Umland - das waren die Rahmendaten, denen sich die rund 150 Golfer aus aller Welt Anfang August zu stellen hatten. Mit dabei war NALG-Neuling Joachim Prahst vom Golfclub Herzogstadt Celle - der nördlichste deutsche Teilnehmer. Gespielt wurde in vier Konkurrenzen - Damen, Herren,Senioren und "Super-Senioren". Wer 70 Jahre und älter ist, befindet sich in der Kategorie "Super Senior", wie auch der 71-jährige Joachim Prahst, der zum ersten Mal an einem so hochklassingen Turnier teilgenommen hat. Das ist übrigens auch das erste Linkshandturnier überhaupt, das der Celler je gespielt hat, denn die Deutschen Meisterschaften in Bad Kissingen musste er kurzfristig absagen, weil bei ihm taggleich eine Meniskusoperation anstand. Aber die vier Spieltage in Paris haben dem Knie einiges abverlangt - zum Glück aber mit happy end.

Unter den insgesamt 27 Konkurrenten um die begehrte WM-Krone in der Kategorie "Super-Senioren" befanden sich drei deutsche Teilnehmer - alle sind Mitglied im Deutschen Golfverband für Linkshänder NALG. Nach einem mehr als holprigem Start mit 107 Schlägen auf einem äußerst trockenem und hügeligem Links-Golfkurs über 18 Bahnen mussten auf den folgenden drei Plätzen schon bessere Ergebnissse her, um überhaupt noch mit einem halbwegs befriedigendem Gesamtscore rechnen zu können."Dies gelang mir immerhin teilweise - wenngleich ich leider an keinem der vier Spieltage meine Normalleistung abrufen konnte", so der begeisterte Amateurgolfer Joahim Prahst mit einem Handicap von 15. "Was ich mir niemals hätte vorstellen können, war eine merkwürdige innere Angespanntheit, die sich auch in meinen Schlägen widerspiegelte..."

Als bemerkenswert bezeichnet der Herzogstädter, dass von den 7 Spielern, mit denen er während dieser Golfwoche zusammen gespielt hatte, allein fünf schon jeweils mehr als 10 Mal an solchen Amateur-Weltmeisterschaften teilgenommen haben - das spricht für die Routine und die Abgeklärtheit, die solchen Spielern zu eigen sind. "Als Neuling tut man sich in einem solchen Feld daher sicher schwerer. Mir selber ist auch im Laufe des Turniers deutlich geworden, dass ich erst in der zweiten Wochenhälfte das Gefühl entwickeln konnte, im Wettbewerb angekommen zu sein. Richtig entspannt und voller Freude konnte ich dann am letzten Spieltag antreten".

"Den Gesamtsieg bei den Super-Senioren errang mein phantastischer Golfpartner auf einer der Runden - ein athletischer US-amerikanischer Golfer im Alter von sage und schreibe 81 Jahren mit einer Gesamtschlagzahl von 295", so Prahst anerkennend. Mit insgesamt 399 Schlägen auf vier Golfkursen konnte er selbst dann in der Kategorie "Super-Senior 2" den 6. Platz sichern..."Diese Platzierung spornt mich an, bei einer kommenden WM ein wenig abgeklärter und vielleicht auch routinierter an die zu spielenden Golfkurse heranzugehen - die nächste WM in zwei Jahren wird in Südost-Asien ausgetragen, die in vier Jahren dann vermutlich in England. Die Teilnahme hieran und eine noch bessere Platzierung ist auf jeden Fall ein lohnendes Ziel, resummiert der Herzogstädter Golfer Joachim Prahst.

Der Präsident meines Golfclubs Herzogstadt Celle Jürgen Gärtner meldete sich auch gleich bei mir über Whats-App mit der schönen Botschaft: "Ich habe gesehen, dass du auf Platz 6 stehst. Wir sind alle stolz auf unser Mitglied..." Nur wenige Tage nach der WM in Paris gab es im Golfclub Celle für die Teilnehmer am Herrenturnier eine Runde Freibier für das "Daumendrücken". Und anschließend als WM-Nachklapp auch noch eine kleine Gartenparty mit ausgesuchten Paris-Videos für rund drei Dutzend geladene Freunde, die auf die WM-Berichte schon neugierig warteten.

Das eigentlich Spannende und gleichzeitig Interessante an diesem Turnier ist, dass die Spieler zunächst an den ersten beiden Spieltagen mit unterschiedlichsten Niveaus miteinander spielen - erst dann kommt der sog. Cut, also die Spieleinteilung für die beiden finalen Spieltage entsprechend dem jeweilig gespielten Spielergebnis. "So kam es, dass ich zweimal das Vergnügen hatte, in einem Flight (also einer Dreierspielgruppe) mit dem neuseeländischen Golf-Welt Präsidenten der Linkshandgolfer Richard Davison zu spielen. Solche hautnahen Begegnungen sind sicher einmalig - ebenso wie die Auftaktbegegnung mit dem späteren Super Senior-Weltmeister. Ähnlich einmalig war das Abschlussdinner für mich - ich war Tischherr bei der Gesamtsiegerin der Damenkonkurrenz: Die 24-jährige deutsche Ausnahmegolferin Sophie-Charlott Hempel mit einem persönlichen Handicap von minus 4,9 (!) hatte die Damenkonkurrenz unangefochten mit herausragenden 301 Schlägen besiegt. Ein unvergesslicher Abend, der auch zum intensiveren Gedankenaustausch mit der Siegerin Gelegenheit bot.

Was noch gesagt werden muss: Die Weltmeisterschaft in Paris hatten die WALG-Organisatoren zusammen mit dem französischen Orga-Team in perfekter Manier vorbereitet und für eine Woche das Kunststück fertiggebracht, Sport und Freude, Begegnung und Kultur so anzubieten,dass ich überzeugt davon bin, dass alle Teilnehmer noch lange von diesem schönen Abendteuer WM in Paris schwärmen. Der rauschende Eröffnungsempfang im Pullmann-Hotel am Eiffelturm in der obersten Etage mit dem Flaggenmeer der Teilnehmerländer, die launigen Ansprachen oder die Fingerfoodspeisen bleiben unvergesslich. Und am Ende als krönender Abschluss der Siegerehrung die Hymne der Marseillaise, die die französichen Gastgeber eindrucksvoll schmetterten.

Mein Fazit: Ein wahrhaft unglaubliches Erlebnis, das mich noch lange bewegen wird - und die Erkenntnis, dass man als Sportler hohen Respekt den anderen Menschen und den vielen anderen individuell gestalteten Golfplätzen entgegenbringen sollte. Eine leichtfertige oder gar arrogante Haltung gegenüber den unausweichlichen Gegebenheiten im Leben rächt sich nur allzu schnell".

Und noch ein letztes Fazit, das ich erst jetzt mit einem gewisssen zeitlichen Abstand zur Linkhand-WM ziehen kann: Wer in meinem Alter an so einer WM teilnehmen kann, sollte auch des Glück nicht zu gering schätzen, dies noch in Gesundheit tun zu können. Allein die Teilnahme ist schon ein Glück - "to be here is important", so heißt es so schön entsprechend dem olympischen Motto "dabei sein ist alles". das stimmt. Diese Erkenntnis ist mir eigentlich erst nach der WM so richtig in den Sinn gekommen, wenngleich viele mir das schon vorher so gesagt haben. Mit anderen Worten - ich bin dankbar, dies überhaupt habe machen zu können, und ich bin dankbar, dass meine Frau und meine Familie mir über all die Jahre die Freude und die hierfür notwendige Zeit gegönnt haben.....

Die NALG-Germany freut sich über jedes neue Mitglied und bietet jedem die Chance ein ähnliches Erlebnis zu geniessen.

 

 

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